Beitragsseiten
Baumrissunterweisung 2007
Seite 2
Alle Seiten

Süßkirsche

Bei der Süßkirsche konnten wir feststellen, dass die Blätter durchlöchert waren und von Frostspanner und Blattlaus heimgesucht wurde. Der warme Winter und der heiße, trockene April begünstigte das Schlüpfen der Raupen. Das Problem Apfelwickler wurde angesprochen. Auch stellte man bei dem etwa 75 Jahre alten Kirschbaum eine zu hohe Krone fest. Damit man bei der Ernte nicht zu hoch steigen muss kann der Leitast eingekürzt werden, und es entsteht eine so genannte Hohlkrone. Moosbefall schadet dem Baum und sollte entfernt werden. Bei der  Sauerkirsche sollte nach der Ernte die besenartigen Triebe an den Zweigspitzen zurück geschnitten und der Baum etwas ausgelichtet werden.

Walnuss

Walnuss ist unempfindlich; nur veredelte Sorten bringen den gewünschten Ertrag. Zwetschge: zu dicht stehende nach unten hängende Äste und Zweige werden herausgeschnitten. Jungtriebe werden auf die Hälfte eingekürzt. Die Hauszwetschge ist reich tragend, festfleischig, süß, gut steinlösbar, was ein "Versucherle" uns lehrte und die Katinka eignet sich hervorragend zum Backen.

Himbeeren

AUTUMN BLISS die Reben wachsen bis 1,50 m hoch und benötigten daher ein Stützgerüst. Reife: Mitte August bis zum ersten Frost. Die Sorte ist blattlaus- und wurzelfäuleresistent und widerstandsfähig gegen Rutenkrankheit. Die Ernte kann gesteuert werden. Wenn abgeerntet ist, schneidet man die Ruten bodeneben zurück. Die Haupternte kommt von den Jungtrieben. Düngung ist sehr wichtig und sollte dem Boden zugeführt werden („Nitrophoska blau“).

Stachelbeeren

alle alten Triebe und nach innen wachsende Jungtriebe werden an der Basis herausgeschnitten. Als Maßnahme gegen den Stachelbeermehltau werden im Winter alle Triebe um ca. 10 cm eingekürzt (hier überwintern die Pilzsporen).

Brombeere

Geiztriebe in den Blattachseln (wie bei Tomaten) auf vier Augen einkürzen. Nach der Ernte werden die abgetragenen Ruten abgeschnitten. Zwei kräftige Jungtriebe werden an das Spalier angebunden. Die Unterweisung war sehr lehrreich.

Im Anschluss beantwortete Andreas Siegele bereitwillig den begeisterten Teilnehmer alle ihre Fragen und wir diskutierten über das Vermittelte bei sommerlichen Temperaturen, frischen Brezeln und kühlen Getränken, die Adolf Lörcher spendiert hatte. Gegen 15:45 Uhr verabschiedeten wir uns. Ein Dank geht an alle Beteiligten und wir hoffen, daß unsere weiteren Veranstaltungen auf ebenso große Resonanz stoßen.