Zur Aufgabe des Obst- und Gartenbauvereins Stammheim gehört es, im Sommer und im Winter regelmäßig für den Rückschnitt bei Bäumen und Sträuchern zu sorgen und deshalb hatte Helmut Brehm zu einem Winterbaumschnitt am 3. Februar eingeladen. Zahlreichen Mitgliedern sowie Gästen kam dieser Termin sehr gelegen. Andreas Siegele von der Obstberatungsstelle Stuttgart weihte mehr als 40 Teilnehmer, darunter auch viele interessierte Frauen, in die theoretischen und vor allem praktischen Kenntnisse eines Baumschnittes ein.

Allgemeines

Samstag, 3. Februar 2007 – 13:00 Uhr
Treffpunkt: Alte Turnhalle, Solitudeallee 162
Garten: Elmar Bäuerle – Mitglied
Leitung: Andreas Siegele – Obstberatungsstelle Stuttgart

Garten Bäuerle

Im Gartengelände von unserem Mitglied Elmar Bäuerle hieß es dann: „Wie und wo schneide ich?“

An Ästen und Zweigen eines Quittenbaumes, einer Hauszwetschge sowie eines Sauerkirschbaumes demonstrierte Andreas Siegele den richten Schnittwinkel und auch die Schnitthöhe. Mit dem Winterschnitt verhilft man zu gesunden Bäumen und besseren Obsterträgen. Man korrigiert und lenkt das Wachstum der Gehölze. Dabei muss man immer das Gleichgewicht des Baumes im Auge behalten und überlegen, was für die einzelnen Sorten gewollt und sinnvoll ist. Zieht man junge Triebe nach, muss man darauf achten, dass sie gleichmäßig verteilt sind, sonst kommt der Baum total aus dem Gleichgewicht. Grundsätzlich verjüngt man durch den Winterschnitt permanent die Bäume, da am jungen Holz die schönsten Früchte reifen.

Aber jeder Baum wächst anders und hat andere Voraussetzungen. Da muss man stark differenzieren. Damit sich die Blütenknospen richtig ausbilden und die Früchte optimal reifen können, müssen die Äste so viel Sonne wie möglich abbekommen. Deshalb muss man den Baum nicht nur in der Krone gut auslichten, sondern auch in der Baummitte. Nicht gepflegte Bäume setzen schneller Moose und Pilze an, bekommen eher Krankheiten. Die Fürchte werden schneller schorfig, den Blättern droht Mehltaubefall.

Das richtige und erfolgversprechende Schneiden von Beerenobststräuchern wurde ebenfalls an Josta-, roten Johannis- und Stachelbeeren vermittelt. Auch hier sind grundlegende Regeln zu beachten. Überaltertes Beerenobst soll gerodet werden. Den begeisterten Teilnehmer wurde schnell klar, dass nicht richtig gepflegte Bäume schneller kaputtgehen. Obstbäume und –sträucher benötigen, um eine gute Ernte zu bringen, eine ständige Pflege. Hierbei ist das Beschneiden eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen überhaupt.

Am Ende der Veranstaltung (ca. 16:00 Uhr) wurden wir noch mit Brezeln und Obstler verwöhnt. Allen Beteiligten ein Dankeschön.